Das NG-SDH-NETZ

SDH-Technik (Synchronous Digital Hierarchy) zählt zu den klassischen Legacy-Technologien der Telekommunikation mit sehr großer Installationsbasis. Im Netz der R-KOM hat die Technik im Jahr 2012 einen Umfang ca. 25 optischen Multi-Service-Netzknoten mit jeweils 80 Gbit/s CrossConnect-Kapazität und mehreren hundert kleinen Zugangsmultiplexern bzw. EFM-CPEs (Ethernet-in-the-First-Mile Customer Premises Equipment) als Vollausbaustand erreicht. Netzweit ist die Technik aufgerüstet nach den Spezifikationen des sog. Next-Generation SDH für den Ethernet-/Packet-Transport (EoSDH Ethernet over SDH) mittels GFP (Generic Framing Procedure) und LCAS(Link Capacity Adjustment Scheme) gemäß ITU-T G.7041/7042. Sie bildet damit auch ein Metro Ethernet Netzwerk ab.

Der SDH/Ethernet-Layer teilt die Bandbreiten aus dem vorgelagerten WDM-Netz bzw. aggregiert Verkehre aus den angebunden Zugangsnetzen. Er stellt über Glasfaseranschlüsse auch unmittelbar Transport- und Zugangsdienste der Produktfamilien R-LINE und R-ONLINE für Geschäftskunden bereit. Nachgefragt werden heute vorwiegend Dienste entsprechend den Spezifikationen des MEF (Metro Ethernet Forum) und in geringerem Umfang noch klassische TDM-Dienste (Time Division Multiplex). Seit Anfang 2013 verfolgt die R-KOM ein Migrationskonzept auf MPLS-TP (Multi Protocol Label Switching Transport Profile) als Nachfolgetechnologie.

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