07.09.2026
BREKO Marktanalyse 2026: Glasfaserausbau schreitet weiter voran
Der Bundesverband Breitbandkommunikation e. V. (BREKO) repräsentiert mit mehr als 510...
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07.09.2026
Der Bundesverband Breitbandkommunikation e. V. (BREKO) hat seine aktuelle Marktanalyse zum Glasfaserausbau in Deutschland veröffentlicht. Die Analyse basiert auf Daten von BREKO-Mitgliedsunternehmen und externen Unternehmen und zeigt: Der Glasfaserausbau schreitet weiter voran, gleichzeitig bleiben die Investitionsbedingungen herausfordernd.
Die bundesweite Glasfaserausbauquote (Homes Passed) ist um über 9 Prozent auf 62 Prozent gestiegen. Damit sind mittlerweile rund 28,7 Millionen Haushalte mit Glasfaser erreichbar. Bis 2030 wird ein weiterer Anstieg auf 84,1 bis 89,5 Prozent erwartet. Auch die Glasfaseranschlussquote (Homes Connected) steigt und liegt inzwischen bei 13,8 Millionen Haushalten. Bis 2030 wird eine Quote von 42,6 bis 53,7 Prozent erwartet. Die Zahl der tatsächlich gebuchten Glasfaseranschlüsse (Homes Activated) ist im Vergleich zum Vorjahr deutlich um 1,3 Millionen auf 7,9 Millionen gestiegen. Die Take-Up Rate bleibt dabei stabil.
Die Wettbewerber der Telekom tragen weiterhin maßgeblich zum Glasfaserausbau bei. 72 Prozent der Homes Connected entfallen auf Wettbewerber der Telekom. Auch bei Vermarktung und Vertrieb sind sie führend. Insgesamt wurden 2025 15,3 Milliarden Euro in den Telekommunikationsmarkt investiert. Die Investitionen der Wettbewerber gingen zwar leicht zurück, sind über die vergangenen zehn Jahre betrachtet jedoch deutlich gestiegen. Gleichzeitig haben sich die Ausbaukosten in den vergangenen drei Jahren stark erhöht. Neben Material, Finanzierung, Tiefbau und Arbeitskosten spielen auch Planung und Genehmigungen eine Rolle. Besonders teuer ist der Hausstich mit rund 1.950 Euro pro Homes-Connected-Anschluss.
Kooperationen zwischen Netzbetreibern werden zunehmend wichtiger. Fast 90 Prozent der Unternehmen kooperieren bereits beim Ausbau oder Betrieb ihrer Netze. 36,2 Prozent verfügen über zwei bis fünf Kooperationen, 27,6 Prozent sogar über sechs bis 25. Der Vermarktungsstart erfolgt bei Kooperationen mittlerweile in der Regel innerhalb eines Jahres. Unsichere Profitabilität und unterschiedliche Ziele können solche Partnerschaften jedoch weiterhin erschweren.
Mit der zunehmenden Glasfaserverfügbarkeit gewinnt auch der Technologiewechsel von Kupfer zu Glasfaser an Bedeutung. 62,5 Prozent der Unternehmen halten ein wettbewerbskonformes und regelgebundenes Kupfer-Glas-Upgrade bis 2035 für möglich. Bis 2030 könnte die Zahl der Glasfaseranschlüsse die der DSL-Anschlüsse übersteigen. Gleichzeitig steigt die Nachfrage nach Anschlüssen mit hohen Geschwindigkeiten.
Im europäischen Vergleich holt Deutschland beim Glasfaserausbau auf und nähert sich dem EU-Durchschnitt an, liegt insgesamt aber weiterhin deutlich zurück. Auch innerhalb Deutschlands gibt es große regionale Unterschiede. Schleswig-Holstein weist die höchste Glasfaserausbauquote auf, während der Nordosten insgesamt deutlich besser ausgebaut ist als andere Regionen. Die Unterschiede zeigen auch den Einfluss regionaler Rahmenbedingungen und Landespolitik.
Als aktiver Treiber des Glasfaserausbaus in Ostbayern leistet die R-KOM einen wichtigen Beitrag zur digitalen Infrastruktur der Region. Mit leistungsstarken Glasfaseranschlüssen sowie Internet, Telefon- und TV-Diensten schafft R-KOM die Grundlage für eine zukunftssichere digitale Infrastruktur. Die BREKO Marktanalyse zeigt: Der Ausbau kommt voran. Gleichzeitig werden Nutzung, Kooperationen und der Übergang von Kupfer zu Glasfaser für die weitere Entwicklung des Marktes immer wichtiger.
Der Bundesverband Breitbandkommunikation e. V. (BREKO) setzt sich für einen wettbewerbsorientierten und zukunftssicheren Telekommunikationsmarkt ein. Seine Mitgliedsunternehmen treiben den Glasfaserausbau in Deutschland maßgeblich voran. Weitere Informationen finden Sie hier.
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